office / am 22.02.2016 um 14:26

Neu im Team

Wir begrüßen Martha und Alexander!

Martha Richter, Art Director, bei hauser lacour seit 2016
Alexander Katchko, Designer, bei hauser lacour seit 2016

Was treibt Euch an in Eurem Job?

Martha Die letzten Jahre habe ich mit Fokus auf das Thema Packaging gearbeitet. Der Wechsel zu hauser lacour ist für mich verbunden mit großer Neugier auf Corporate Design und der Chance, in diesem Kontext die „Aufgabe Design“ ganzheitlich zu sehen.

Das Verstehen und Durchdringen treibt mich besonders an. Was sind die Aufgabenstellungen? Wie kann man Lösungen für Probleme finden, die nicht offensichtlich waren, aber dennoch vorhanden sind?

Alex Für mich persönlich stehen die Wörter treiben und Job nicht direkt im Zusammenhang. Ich empfinde mich nicht als Getriebenen. Denn Treiben impliziert einen Kontrollverlust oder stellt eine Gewaltanwendung dar. Wenn Ich die Frage trotzdem in der Form beantworten müsste, würde meine Antwort ziemlich zynisch lauten: Die Miete zu bezahlen treibt mich an.

Im Beruf des Kommunikationsdesigners interessiert mich die Ambivalenz zwischen Spiel und Arbeit. Wie löst man ein Problem und wie überwindet man einen Widerstand? Das sind Reize des Ungewissen. Deshalb fühle ich mich eher als einen Neugierigen, der interessiert ist an Gestaltungsprozessen und Lösungen.

Es ist aufregend und sehr befriedigend, wenn man von einer Fragestellung zur einer Antwort gekommen ist, von der man – im besten Falle – überrascht wird und wovon sich auch noch die Miete bezahlen lässt.

 

Wie geht Ihr mit Kreativblockaden um?

Alex Kreativblockaden gehören zum Gestalten dazu. Wie das Wort es beschreibt, ist eine Blockade ein Hindernis, oder ein Widerstand, der dich am Weiterkommen hindert. Entweder man harrt vor der Blockade aus, oder man versucht, sie zu umgehen. Ein Freund, der als Texter arbeitet, hat mir einen Rat gegeben: „Wenn dir keine gute Idee kommt – einfach einen Kollegen schnappen und über irgendwas anderes quatschen. Der Kopf findet in dieser Phase von alleine zurück zum Thema.“

Seitdem gehe ich mit Blockaden besser um. Dabei steht das eigentliche Problem nicht unbedingt im Vordergrund. Denn durch das Sprechen an sich löst sich der enge Gürtel, die Gedanken können umherirren und von zehn neuen Ideen ist mindestens ein spannender Ansatz dabei.

Martha Ich versuche erst einmal, locker zu reagieren. Wenn man sich reinsteigert, fällt man aus meiner Erfahrung umso tiefer.

Mir hilft oft ein inhaltlicher Break. Z.B. mir das Briefing oder die Problematik nochmal vorzunehmen. Einen Neustart machen. Wenn man Texte zweimal liest, findet man oft neue Ansatzpunkte, mit denen es wieder ›fliesst‹.

 

Wer wäre Euer Wunschkunde und warum?

Martha Ich habe keinen bestimmten Wunschkunden, weil ich im Design besonders mag, dass man mit jedem neuen Projekt auch neue und andere Aufgaben gestellt bekommt. Und immer wieder völlig neue Branchen und Herausforderungen kennenlernt.

Was für mich einen Wunschkunden ausmacht, ist ein gutes Kundenverhältnis, in dem man Themen gemeinsam bearbeitet und Feedback annehmen kann.

Alex Ich glaube es ist einfacher zu sagen, wer kein Wunschkunde ist. Aber das ist zum Glück nicht die Frage. Nichtsdestotrotz mag ich es, wenn ein Kunde eine Haltung hat und bereit ist, im Dialog und auf Augenhöhe mit mir zusammenzuarbeiten.

Ansonsten wäre mein Wunschkunde eine Kultureinrichtung wie das Künstlerhaus Mousonturm, oder ein Tanztheater. Weil ich die Zusammenführung von Performance-Kunst und Gestaltung ziemlich spannend finde. Ich bin überzeugt, dass eine solche Zusammenarbeit viel Potenzial birgt.